Immobilien können zu teuer sein, viel zu teuer. Die Schwierigkeit besteht nicht darin zu erkennen, ob die Preise zu hoch sind, sondern warum. Denn aus diesen Gründen können Rückschlüsse darauf gezogen, wie es mit den Preisen weitergeht.

Es ergibt sich von selbst, dass es zu niedrige Preise nicht lange geben wird. Dann es ist ein leichtes, einfach eine Immobilie zu kaufen, die zu günstig erscheint. Aber wann sind die Preise zu hoch?

Im Nachhinein, bspw. nach einem Fall der Preise um 50%, 80% oder noch mehr, lässt sich leicht von einer Blase sprechen. Dann waren die Preise vorher offensichtlich deutlich zu hoch. Aber während die Preise steigen ist es nicht so leicht zu erkennen, wann sie hoch sind und ab welchem Zeitpunkt schlicht zu hoch. Das musst Du selbst erkennen. Aber wie waren die Hauspreise in der Vergangenheit?

Glücklicherweise gibt es den Herengracht-Index und die MacroHistoryDatabase-Verlägerung ab 1970, mit deren Hilfe sich die Hauspreise in der Herengracht, dem innersten Gürtel um die Altstadt in Amsterdam herum, seit 1628 zurückverfolgen lassen. Deren Veränderung ist in der folgenden Grafik dargestellt, wobei die Preise im Jahr 1928 willkürlich auf 100 Punkte festgelegt sind. Zusätzlich ist in der Grafik die Veränderung des Preises von Gold in den Jahren von 1970 bis 2006, also über die Aufhebung der Goldpreisbindung im Jahr 1971, der einen großen Einfluss auf die Inflation hatte.

Immobilien können zu teuer sein!

Es ist erkennbar, dass sich die Hauspreise von 1628 bis 1960 innerhalb eines Bandes bewegt haben, genauer zwischen knapp 70 und knapp 360 Punkten. Dies ist immerhin ein Zeitraum von über 300 Jahren. Aber 1976 steigen die Preise zunächst auf etwas über 360 Punkten, bevor sie 1978 sogar gut 490 Punkte erreichen. Anschließend fallen diese wieder in das Band zurück, bevor sie 1994 wieder auf gut 360 Punkte steigen und letztlich bis 2020 auf über 830 Punkte. Die große Frage ist nun die Bewertung der aktuellen Situation.

Grundlagen und Hilfen

Das ist keine Anlageberatung – es ist Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht nicht darum, einfach blind einem Konzept zu folgen. Es geht darum so viel zu verstehen, dass Du Deine Situation selbst einschätzen kannst. Mit diesem Wissen kannst Du jeden Vorschlag auf Deine individuelle Situation anpassen und Dich weiter informieren, falls es nötig ist. Der Vermögensheld hilft Dir dabei.