Es wird oft pauschal empfohlen, einfach immer in Aktien zu investieren, weil es keine guten oder schlechten Zeitpunkte gibt. Aber das ist nicht sinnvoll, denn das Risiko ändert sich! Es gibt also sehr wohl Zeitpunkte, die einfach besser sind als andere.

Die Frage ist, welche Anlageklassen gut oder zumindest besser in Frage kommen, deren aktuelles Risiko zu bestimmen. Am einfachsten erscheint dies bei Anleihen der Fall zu sein, denn die Rendite hängt an den Zinsen. Die Kurse der Anleihen wiederum sind umgekehrt mit den Marktzinsen verbunden, weil die Marktzinsen der Rendite der Anleihe entsprechen, abgesehen vom Risikoaufschlag. Steigen nun die Marktzinsen, fallen die Kurse der Anleihen, weil damit die Rendite für einen Käufer steigt. Fallen die Marktzinsen, steigen die Kurse der Anleihen, weil damit die Rendite für einen Käufer ebenfalls fällt. Das Risiko hängt also an der Höhe des Marktzinses.

Ein Zins von 10% wäre damit mit einem geringeren Risiko für Zinssteigerungen behaftet, als einer in Höhe von 5%. Interessant wäre auch der durchschnittliche Zins der letzten 100 Jahre. Lag dieser bei 5%, wären alle Zinsen darunter gefährlich, falls der Zins wieder auf den Durchschnitt steigt. Mit einem besonderen Risiko behaftet ist jedoch ein Zins von 0%, weil es von dort aus überhaupt nur noch steigen kann. Je geringer der Zins ist, umso größer ist also das Risiko.

Im Ergebnis macht es deswegen durchaus Sinn, den Markt zu timen, denn der Aktienmarkt ist nicht anders! Es sollte nicht vorkommen, dass der Aktienmarkt sich immer besser entwickelt, als die Wirtschaft an sich. In manchen Jahren schon, aber dafür in anderen nicht. Die Abweichung sollte nicht zu groß werden.

Bei Immobilien kommt es sehr auf die Art der Immobilie an, wie einfach oder schwer der Wert zu bestimmen. Bei Wohnimmobilien ist es jedoch relativ einfach, weil die Rendite mit den Mieten gut zu kalkulieren ist. Wenn für eine vernünftige Rendite der Wert einer Wohnimmobilie bei 20 bis 25 Jahresmieten liegen sollte, dann sind 30 eher zu hoch und 10 zu wenig. Das Risiko für fallende Preise ist bei 30 deutlich höher als bei 10. Die betrachteten Anlageklassen zeigen damit deutlich, dass sich das Risiko verändert und durchaus von Markt abhängt.

Grundlagen und Hilfen

Das ist keine Anlageberatung – es ist Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht nicht darum, einfach blind einem Konzept zu folgen. Es geht darum so viel zu verstehen, dass Du Deine Situation selbst einschätzen kannst. Mit diesem Wissen kannst Du jeden Vorschlag auf Deine individuelle Situation anpassen und Dich weiter informieren, falls es nötig ist. Der Vermögensheld hilft Dir dabei.